Barrierefreiheit entlang der touristischen Servicekette wird vom Nischenangebot für Reisende mit Behinderungen auch für neue Zielgruppen wie ältere Menschen oder Familien mit Kindern zunehmend interessant. Angesichts des demografischen Wandels wird der barrierefreie Tourismus zu einem wichtigen Kriterium für die Qualität einer Urlaubsregion. „Unser Ziel ist es, für behinderte und ältere Gäste eine attraktive Destination zu schaffen und so unsere Position im touristischen Wettbewerb zu stärken. Die Mitgliedschaft verpflichtet uns weiter beharrlich einen Urlaub für Alle in der Niederlausitz zu fördern und Barrieren zu durchbrechen“, bekräftigt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Niederlausitz e.V. Unter anderem hat die Sparkasse Niederlausitz dem Verband ihre langfristige Unterstützung zugesichert. „Wer auf diesem Gebiet investiert, investiert in einen Markt mit großen Zukunftspotentialen“, betont die Geschäftsführerin. So erwirtschaftet bspw. das AG-Mitglied Fränkisches Seenland zehn Prozent seiner Einnahmen aus dem barrierefreien Tourismus.
„Bis zu einem vernetzten Angebot in der Niederlausitz ist es noch ein weiter Weg. Ich hoffe, dass uns der Erfahrungsaustausch mit den Partnerregionen wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unserer Angebote gibt.“ Mobilitätseingeschränkte Urlauber oder Gäste mit Lernschwierigkeiten können bereits bei einer Geländewagentour durch die sich verändernde Niederlausitzer Tagebaulandschaft und beim anschließenden Picknick die wilde, unwirkliche Landschaft erleben. Sehbehinderte oder blinde Radler können bei Tandemtouren die Region erkunden. Für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen wird Segeln auf dem Senftenberger See zum aktiven Erlebnis. Seit Dezember 2008 hat der Tourismusverband Niederlausitz e.V. mit Unterstützung der Tourismusakademie Brandenburg (TAB) bereits 68 Beherbergungsbetriebe, Freizeitanbieter und Gastronomiebetriebe erfasst, über die nun Informationen für Gäste mit Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkungen, Allergien- und speziellem Ernährungsbedarf sowie mit Lernschwierigkeiten bzw. sogenannter „geistiger Behinderung“ vorliegen. Vorab hatte der Tourismusverband bereits im Rahmen einer Diplomarbeit die Entwicklung des barrierefreien Tourismus in der Niederlausitz untersuchen lassen. Neben der Erfassung der touristischen Betriebe im Reisegebiet werden derzeit auch detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit der öffentlichen Einrichtungen durch die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße erhoben. Außerdem beteiligten sich bisher zahlreiche Niederlausitzer Leistungsträger an den Weiterbildungs- und Beratungsmaßnahmen der TAB. Das nächste Seminar „Brandenburg für Alle – barrierefreier Tourismus“ der TAB findet am 04. November 2009 in Ludwigsfelde statt. Das Seminar vermittelt neben fundiertem Fachwissen zu den Zielgruppen auch nützliche Hinweise zu den Besonderheiten der Kommunikation und Vermarktung der Angebote. Interessierte Anbieter können sich bis zum 30. Oktober 2009 bei der TAB anmelden unter Tel. 0331 29873 787 oder heinze@tourismusakademie-brandenburg.de. Weitere Informationen erteilt der Tourismusverband Niederlausitz, Schloßbezirk 3, 03130 Spremberg, Tel. 03563 602340, E-Mail: info@niederlausitz.de, www.niederlausitz.de.
Kontakt:
Tourismusverband Niederlausitz e.V., Schloßbezirk 3, 03130 Spremberg, Katja Wersch (Marketing), Tel.: 03563 602340, Fax: 03563 602342 E-Mail: info@niederlausitz.de, Internet: www.niederlausitz.de